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Mit der dynamischen Boomtown Moskau konkurriert das beschauliche, feinere St. Petersburg. Seit Peter dem Großen und bis zur Revolution war die Aristokratin an der Newa Hauptstadt des Russischen Imperiums. Heute ist sie zweitgrößte Stadt Russlands und 'touristische Hauptstadt' des Landes. 2003 feierte die Stadt Peters ihren 300. Geburtstag. Ganz Russland und zahlreiche Gäste aus aller Welt feierten mit ihr. Das 'Venedig des Nordens' hatte sich lange auf dieses Jubiläum vorbereitet, praktisch alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten wurden renoviert.
Die Kulturhauptstadt RusslandsAbseits der üblichen Touristenpfade lernen Sie mit uns eine Metropole kennen, die mit einer einzigartigen Mischung aus westlichem und russischem Flair aufwartet. |
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Die Gründung Sankt PetersburgsSt. Petersburg wird liebevoll von seinen Einwohnern als "Piter", "Nördliche Hauptstadt" oder "Kulturhauptstadt" Russlands bezeichnet. Wir möchten Ihnen zeigen, wie sich St. Petersburg als Planstadt entwickelt hat, warum sie als Venedig des Nordens bezeichnet wird und dabei auch auf die Lebensverhältnisse der Bewohner eingehen. Architektonische Kleinode, die Petersburger Gassen und Hinterhöfe stehen dabei im Gegensatz zu den Repräsentationsbauten der Oberschicht, "Slums" des 19.Jahrhunderts im Kontrast zu bourgeoisen Großstadtvillen, Industriegebäude und sozialer Wohnungsbau der Gebrüder Nobel zum mondänen Jugendstil dieser Zeit.
Die Stadt Dreier RevolutionenSankt Petersburg hat im 20. Jahrhundert drei Revolutionen erlebt und 3 Namen besessen. Aus St. Petersburg wurde mit Beginn des 1. Weltkrieges Petrograd (die russische Übersetzung von Burg). 1924, nach dem Ableben Lenins wurde es in Leningrad umbenannt und behielt diesen Namen bis zum Augustputsch 1991.
Die Kulturhauptstadt RusslandsSt. Petersburg verdankt seinen Ruf auch zahlreichen Literaten. Puschkin liebte diese Stadt und setzte ihr und ihren Bewohnern mit seinem "Ehernen Reiter" ein Denkmal ganz besonderer Art. Anna Achmatova, Andrej Bely, Alexander Block, Josef Brodsky, Daniil Charms, Nikolai Gogol, Maxim Gorki, um nur einige zu nennen, lebten hier. Man begegnet ihren Spuren an fast jeder Straßenecke. Vertreter der Künstlergruppe "Mitki" werden uns über ihre künstlerische Tätigkeit im Untergrund der Zeit Breschnews, ihre wachsenden Freiheiten zur Zeit der Perestroika und ihre Schwierigkeiten in der Marktwirtschaft berichten. Man findet wohl kaum eine Künstlergruppe, die schon über 20 Jahre besteht und ein so vielfältiges Repertoire bietet. Geprägt sind die "Mitki" eher durch ihre Philosophie, als durch einen eigenen Stil. Einfachheit, Brüderlichkeit und Orthodoxie sind ihr Motto. Früher bekannt als "typische Russen" in billigen Schuhen, Wattejacken und exzessiv trinkend, haben sie vor einigen Jahren die Petersburger Sektion der Anonymen Alkoholiker gegründet und widmen sich nun dem wohl größten Problem Russlands. Sie werden auch Gelegenheit haben die Eremitage, die zahlreiche westliche Kunstschätze beherbergt, als auch das Russische Museum mit seiner einzigartigen Sammlung zu besuchen.
ZarenpalästeEtwa 30 Kilometer westlich der Neva-Metropole liegt das Städtchen Peterhof. Es entstand mit dem Bau der Sommerresidenz Peter des Großen und wurde von seinen Nachfolgern großzügig erweitert. Bemerkenswert ist die Brunnenanlage mit zahlreichen Fontänen und Skulpturen, die in ihrem benetzten Gold zauberhaft in der Sonne strahlen. Doch nicht nur diese Illusion ist beeindruckend, sondern auch das im verborgenen liegende technische Denkmal. Wir haben die seltene Gelegenheit uns das Innenleben dieser Wasserspiele anzuschauen und durch die Katakomben, mit Anlagen, die zum Teil noch aus der Erbauungszeit stammen, zu streifen. In der Umgebung Peterhofs machen wir uns mit weiteren Bauwerken und dem höfischen Leben bekannt. Zahlreiche Gefolgsleute der Zaren verbrachten hier im Ingermanland den Sommer. Einige der Gebäude wurden aufwendig renoviert, so, das nun leider nicht mehr zugängliche Strel'na, dass seit der Dreihundertjahrfeier St. Petersburgs Ex- Präsident Putin als Residenz dient, andere verfallen und dienen der örtlichen Bevölkerung als Baustoffquelle. Wir fahren auf der ältesten Bahnlinie Russlands nach Pavlovsk. Diese Linie diente anfänglich als Ausflugslinie. In einem Ballsaal direkt neben dem Bahnhof begeisterte u. a. der Walzerkönig Strauß die St. Petersburger Gesellschaft. Die Residenz seiner Mutter, Katharina der Großen ist nur wenige Kilometer entfernt. Der Katharinenpalast ist die beeindruckendste Schöpfung des Barock in Russland. Der Palast ist von vielen Mythen umrankt, der bekanntest dreht sich um das Bernsteinzimmer, das nach jahrzehntelanger Arbeit mittlerweile neu entstanden ist. Auch erotische Kabinette Katharinas soll es hier gegeben haben.
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